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Kreditkarte im Ausland: Gebühren, Kurse, Sofortumrechnung

6 Minuten Lesezeit·

Wer im Ausland falsch bezahlt, verliert 3 bis 8 Prozent bei jeder Transaktion. Welche Karte keine Gebühren kostet, warum du die Sofortumrechnung immer ablehnst und wie du am Automaten abhebst, ohne zu zahlen.

Kurz gesagt

  • Fremdwährungsgebühr: bei vielen Karten 1,5 bis 2 Prozent; Karten ohne Gebühr existieren kostenlos.
  • Sofortumrechnung in Euro am Terminal (DCC) immer ablehnen: Aufschlag 3 bis 8 Prozent.
  • Abheben: Karte ohne Abhebegebühr, Automaten von Banken, nicht von Wechselstuben, Landeswährung wählen.
  • Debit- oder Kreditkarte: Für Hotels und Mietwagen echte Kreditkarte mit Rahmen, für den Alltag Debit reicht.

Die drei Gebühren

Erstens die Fremdwährungsgebühr der eigenen Bank: 1,5 bis 2 Prozent auf jede Zahlung außerhalb des Euroraums, bei vielen Direktbanken und Reisekarten null. Zweitens die Abhebegebühr: die eigene Bank verlangt bis zu 2 Prozent, mindestens 5 Euro, der fremde Automatenbetreiber zusätzlich 2 bis 7 Euro; Reisekarten erstatten die eigene Gebühr, manche auch die fremde. Drittens die Kursmarge: Kartennetzwerke rechnen zum Referenzkurs plus wenige Zehntel um; Wechselstuben und Sofortumrechner zum eigenen Kurs mit 3 bis 8 Prozent Aufschlag.

Die Sofortumrechnung

Das Terminal fragt: „In Euro oder in Landeswährung zahlen?" Wer Euro wählt, akzeptiert die Umrechnung des Händlers oder Automatenbetreibers zu dessen Kurs, das ist Dynamic Currency Conversion, und es kostet 3 bis 8 Prozent. Immer die Landeswährung wählen. Das gilt am Automaten, im Hotel, im Restaurant und online bei ausländischen Shops. Manche Automaten formulieren die Frage verwirrend, etwa „Umrechnung ablehnen" als Bestätigung; im Zweifel „ohne Umrechnung" oder „decline conversion".

Welche Karte

Für den Alltag im Ausland: eine kostenlose Debit- oder Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr und ohne Abhebegebühr. Es gibt mehrere Anbieter, meist Direktbanken und Fintechs, teils mit begrenzter Zahl kostenloser Abhebungen. Für Hotel, Mietwagen und Kautionen: eine echte Kreditkarte mit monatlicher Abrechnung und Verfügungsrahmen, weil Debitkarten dort oft abgelehnt oder mit hohen Sperrbeträgen belegt werden. Zwei Karten verschiedener Netzwerke, getrennt aufbewahrt, sind die Regel.

Abheben

Automaten von Banken, nicht von Wechselstuben oder Reiseanbietern, die oft Gebühren und schlechte Kurse kombinieren. In Landeswährung, ohne Sofortumrechnung, größere Beträge seltener statt kleiner Beträge oft, wenn der Betreiber eine Gebühr nimmt. Kartenlimits vorher anpassen. In manchen Ländern, etwa Thailand, verlangen fast alle Automaten 220 Baht Gebühr; dann lohnt das Abheben von Höchstbeträgen.

Sonderfälle

USA: Trinkgeld über die Karte eintragen, Kreditkarte fast überall, Bargeld selten nötig. Schweiz: Karten überall, aber Fremdwährungsgebühr fällt an, weil der Franken keine EU-Währung ist. Türkei: Bargeld für Basare, Karte in Hotels, Kurse schwanken stark, lieber wöchentlich abheben. Thailand: Automatengebühr, Bargeld auf Märkten, Karten in Malls. Dubai: Karte überall, Bargeld für Taxis. Vereinigtes Königreich: kontaktlos überall, kaum Bargeld. Japan: Bargeld noch verbreitet, Automaten in Convenience Stores nehmen ausländische Karten.

Sicherheit

Kontaktlos-Zahlungen unter 50 Euro ohne PIN sind sicher, weil die Karte nicht aus der Hand gegeben wird. Bei Terminals, die die Karte einziehen, auf Manipulation achten. Online-Zahlungen mit virtueller Karte oder Einmal-Kartennummer. Push-Benachrichtigungen einschalten, dann siehst du jede Abbuchung sofort und kannst innerhalb von Minuten sperren.

Häufige Fragen

Kostet Zahlen in der EU mit Karte Gebühren?

Innerhalb des Euroraums nein. In EU-Ländern mit eigener Währung wie Polen, Tschechien, Dänemark oder Schweden gilt die Fremdwährungsgebühr der Karte.

Sind Debitkarten im Ausland ein Problem?

Beim Bezahlen nicht. Bei Mietwagen, Hotels und manchen Buchungsportalen werden sie abgelehnt oder mit hoher Kaution belastet. Dafür eine Kreditkarte.

Was ist mit Apple Pay und Google Pay?

Sie nutzen die hinterlegte Karte mit deren Gebühren. Vorteil: Das Handy ist schwerer zu kopieren als eine Karte, und du musst die Karte nicht aus der Tasche holen.