milinia

Regionen · Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf: Wohnen, Verdienen, Investieren

4.700 €/m²·3,4 % Rendite·Kaufkraft 118

Düsseldorf ist die Stadt der Konzernzentralen, Kanzleien und der Königsallee, mit hoher Kaufkraft und der höchsten Grunderwerbsteuer Deutschlands. Für Käufer kostet der Staat 6,5 Prozent, für Anleger liegt die Rendite bei 3,5.

Kaufen oder mieten?

29,0 JahresmietenKaufpreis geteilt durch Jahreskaltmiete
2530

Zwischen 25 und 30 ist es ausgeglichen: Kaufen lohnt bei langem Horizont und Eigenkapital.

milinia meint

  • Grunderwerbsteuer 6,5 Prozent: bei 500.000 Euro sind das 32.500 Euro, das Doppelte von Bayern.
  • Kaufpreise 4.700 Euro je Quadratmeter, Oberkassel und Zoo über 7.000, Garath und Eller um 3.000.
  • Konzernzentralen, Kanzleien, Werbung, Mode, japanische Unternehmen: Gehälter 118 Prozent Kaufkraft.
  • Neuss, Ratingen, Meerbusch und Hilden liegen 15 Minuten entfernt mit 25 Prozent niedrigeren Preisen.

Wohnen

Bestandswohnungen kosten 4.700 Euro je Quadratmeter, in Oberkassel, Zoo und Golzheim über 7.000, in Garath, Eller und Hassels um 3.000. Neuvermietungen liegen bei 13,5 Euro kalt, in Pempelfort, Flingern und Bilk 15 bis 17. Die Korrektur seit 2022 blieb bei rund 8 Prozent, weil Düsseldorf nie die Übertreibung von Berlin oder München hatte. Der Wohnungsmarkt ist angespannt, aber nicht verzweifelt.

Verdienen

Median 4.800 Euro brutto, in Konzernzentralen, Kanzleien, Wirtschaftsprüfung, Werbung und im Handel darüber. Kaufkraftindex 118, der dritthöchste. Düsseldorf hat die größte japanische Gemeinde Europas und mit Messe, Flughafen und Landesregierung stabile Arbeitgeber. Die Pendlerverflechtung mit dem Ruhrgebiet und Köln ist eng.

Steuern und Abgaben

Nordrhein-Westfalen verlangt mit 6,5 Prozent die höchste Grunderwerbsteuer; das Land diskutiert seit Jahren eine Senkung für Ersterwerber, beschlossen ist nichts. Der Gewerbesteuerhebesatz liegt bei 440 Prozent, der Grundsteuerhebesatz nach der Reform bei 440. Kirchensteuer 9 Prozent.

Investieren

Die Bruttorendite liegt bei 3,5 Prozent, in Neuss, Duisburg-Süd und Ratingen bei 4,5 bis 5. Düsseldorf ist ein Wertstabilitätsmarkt mit stabiler Nachfrage von Expats und Konzernmitarbeitern; möblierte Vermietung an Entsandte funktioniert hier besser als in fast jeder anderen Stadt. Aufholpotenzial haben Flingern-Süd, Lierenfeld und der Medienhafen-Süd. Wer die 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer scheut, kauft in Meerbusch oder Neuss; das Bundesland ist dasselbe, der Preis nicht.

Der milinia-Blick

Düsseldorf ist Frankfurt ohne Bankenrisiko und mit Rheinufer. Verdienen lohnt sich, Kaufen ist teuer eingepreist durch die Steuer, Vermieten an Expats ist die Nische.