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Frankfurt am Main: Wohnen, Verdienen, Investieren

5.600 €/m²·3,5 % Rendite·Kaufkraft 118

Frankfurt zahlt Bankergehälter und verlangt Bankerpreise, mit 6 Prozent Grunderwerbsteuer und einem Umland, in das die Hälfte der Beschäftigten pendelt. Für Anleger ist die Stadt teuer, der Taunus und die Wetterau sind die Alternative.

Kaufen oder mieten?

28,3 JahresmietenKaufpreis geteilt durch Jahreskaltmiete
2530

Zwischen 25 und 30 ist es ausgeglichen: Kaufen lohnt bei langem Horizont und Eigenkapital.

milinia meint

  • Grunderwerbsteuer 6 Prozent: bei 500.000 Euro sind das 30.000 Euro, mehr als der Makler.
  • Pendeln aus Mainz, Darmstadt, Hanau oder Bad Vilbel spart 30 Prozent Miete bei 25 Minuten S-Bahn.
  • Gehälter in Banken, Beratung und Kanzleien liegen 30 Prozent über dem Bundesschnitt, in anderen Branchen normal.
  • Mietrendite 3,5 Prozent im Stadtgebiet, 4,5 in Offenbach und Hanau.

Wohnen

Bestandswohnungen kosten 5.600 Euro je Quadratmeter, im Westend und Nordend über 8.000, in Höchst und Griesheim um 4.000. Neuvermietungen bei 16,5 Euro kalt, das Europaviertel und die Neubauten im Ostend über 20 Euro. Frankfurt hat mit 780.000 Einwohnern eine kleine Fläche und eine Metropolregion mit fünf Millionen; die Preisunterschiede zwischen Stadt und Umland sind größer als in jeder anderen Region. Offenbach, seit zehn Jahren im Aufschwung, liegt bei 3.800 Euro je Quadratmeter mit 4,5 Prozent Rendite.

Verdienen

Median 5.200 Euro brutto, in Banken, Versicherungen, Beratung und Kanzleien deutlich mehr, der Flughafen und die Chemie im Süden mit tarifgebundenen Gehältern. Der Kaufkraftindex von 118 ist hoch. Frankfurt hat den höchsten Anteil an Einpendlern in Deutschland: Mehr als 400.000 Menschen fahren täglich aus dem Umland in die Stadt, was Mieten dort und Immobilienpreise im Taunus treibt.

Steuern und Abgaben

Hessen verlangt 6 Prozent Grunderwerbsteuer. Der Gewerbesteuerhebesatz von 460 Prozent ist für eine Großstadt moderat, der Grundsteuerhebesatz nach der Reform 500 Prozent. Kirchensteuer 9 Prozent. Im Umland konkurrieren Gemeinden mit Gewerbesteuersätzen um 350 Prozent um Firmensitze, etwa Eschborn mit 280.

Investieren

Frankfurt gilt als konjunkturabhängig, weil die Finanzbranche schwankt; die Preise sind seit 2022 um rund 12 Prozent gefallen und stabilisieren sich. Für Kapitalanleger interessant sind Offenbach, Hanau und die Wetterau mit Renditen über 4,5 Prozent und S-Bahn-Anschluss. Wer in der Stadt kauft, wählt das Nordend, Bornheim und Sachsenhausen für Werthaltigkeit oder das Gallus und Ostend für Aufholpotenzial.

Der milinia-Blick

Frankfurt ist eine Verdienerstadt mit Anlegerumland. Wer hier arbeitet und in Offenbach oder Mainz wohnt, hat die beste Rechnung der Region.